Nach 37 Jahren im Schuldienst wurde Oberstudienrat Mag. Josef Schönegger nach der Eröffnungskonferenz im Rahmen einer stimmungsvollen Feier von der Schulgemeinschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Direktor HR Mag. Christian Sitz würdigte dabei nicht nur seine langjährige Tätigkeit als Lehrer, sondern vor allem seine Verlässlichkeit, sein Engagement und seine Bereitschaft, sich weit über das übliche Maß hinaus für die Schule einzusetzen.
OStR Mag. Josef Schönegger begann am 4. September 1989 seine Tätigkeit an der Schule. Von Beginn an unterrichtete er Mathematik, Physik und Informatik und übernahm bereits früh die Aufgabe eines Klassenvorstands. Im Laufe seiner 37 Dienstjahre begleitete er zahlreiche Klassen und Schülerinnen und Schüler, war Ansprechpartner für Jugendliche und Eltern und engagierte sich bei zahlreichen Schulveranstaltungen.
Besonders hervorgehoben wurde sein pädagogisches Engagement. Direktor HR Mag. Christian Sitz betonte, dass ihm das Wohl seiner Schülerinnen und Schüler stets besonders am Herzen gelegen sei. Auch Fort- und Weiterbildung waren für OStR Mag. Josef Schönegger selbstverständlich. So stellte er sich immer wieder neuen Herausforderungen und war auch mit großem Engagement bereit, die Digitale Grundbildung zu unterrichten und sich mit den dafür notwendigen Tablets auseinanderzusetzen. Gerade im Bereich Informatik hielt er sich laufend auf dem neuesten Stand – eine besondere Leistung in einem Fachgebiet, das einem ständigen Wandel unterliegt.
Über viele Jahre war OStR Mag. Josef Schönegger zudem eine wichtige Stütze des Kollegiums. Seine ruhige und besonnene Art, sein Teamgeist und sein stets offenes Ohr machten ihn zu einem geschätzten Kollegen und für viele auch zu einem Freund. Auf ihn konnte man sich verlassen – und das bis zu seinem letzten Arbeitstag.
Eine ganz besondere Bedeutung hatte seine Tätigkeit als IT-Kustos. In diesem Bereich leistete er Enormes. Ob Computer in den Klassen, Lehrergeräte, Drucker, Schulnetzwerk, Informatiksäle, Server, Tablets oder Notebooks – er sorgte im Hintergrund dafür, dass die technische Infrastruktur der Schule funktionierte und es gab kaum ein technisches Problem, für das er nicht eine Lösung fand. Auch bei besonderen Anforderungen, etwa im Zusammenhang mit der Reifeprüfung oder der sicheren Prüfungsumgebung, war er federführend im Einsatz.
Sein außergewöhnliches Engagement wurde von der Bildungsdirektion mehrfach mit Dank und Anerkennung gewürdigt, unter anderem für seinen Einsatz während der Distance-Learning-Phase sowie für die Neugestaltung und Betreuung der damaligen Schulhomepage. Auch die Verleihung des Berufstitels Oberstudienrat war Ausdruck seiner langjährigen und überdurchschnittlichen Leistungen.
Darüber hinaus war OStR Mag. Josef Schönegger seinem Direktor als Stellvertreter stets eine verlässliche Unterstützung. Kurzfristige Vertretungen waren für ihn nie ein Problem. „Ich konnte mich immer auf dich verlassen“, betonte Direktor HR Mag. Christian Sitz.
Doch bei einer Pensionierungsfeier geht es nicht nur um die beruflichen Leistungen. Die Personalvertretung würdigte auch die Persönlichkeit des angehenden Pensionisten und hob insbesondere seine Begeisterung für Kultur, seinen unermüdlichen Bratschen-Einsatz für das Waidhofner Kammerorchester bei Proben und Auftritten, seine Verbundenheit mit seiner Familie sowie seine Freude am Reisen und an Urlauben hervor.
Für einen besonders emotionalen Moment sorgte das Kollegium: Josef Schönegger wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Ein bekanntes Lied wurde eigens für ihn umgetextet und anschließend von den Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit Klavierbegleitung vorgetragen. Damit wurde die Wertschätzung für den langjährigen Kollegen auf besonders persönliche und musikalische Weise zum Ausdruck gebracht.
Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Schulgemeinschaft wünscht OStR Mag. Josef Schönegger dafür von Herzen viel Gesundheit, Glück und Zufriedenheit – und vor allem viel Zeit für seine Familie, seine kulturellen Interessen, Reisen und all jene Dinge, die während des Schulalltags manchmal zu kurz gekommen sind.









